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Illegal vermieteten Ferienunterkünften ist die Tourismusagentur Valencias AVT auf der Spur

Im Land Valencia wurden im vergangenen Jahr 11.623 illegal vermietete Apartments erfasst und in diesem Jahr sind bis Ende August bereits 10.756 registriert wurden. Die Tourismusagentur Valencias AVT ist illegalen Vermietungen auf der Spur. In den letzten vier Jahren wurden 32.000 entdeckt. Allein in Benidorm, wo es rund 200.000 Wohnungen gibt, wurden diesen Sommer 2.562 Vermieter entdeckt, die sich nicht ans Gesetz halten.

Hauptsächlich stützen bzw. recherchieren die Ermittler der AVT bei einschlägigen Buchungsplattformen im Internet wie AirBnB.

Was passiert, wenn illegale Vermieter entdeckt werden? Formal wird ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. In der Praxis kommen Steuerhinterzieher jedoch mit einem geringen Bussgeld davon, wenn sie umgehend ihr Objekt registrieren lassen, das Objekt den Anforderungen an gewerbliche Ferienwohnungen anpassen und die Einnahmen in der Steuererklärung erklären. Allerdings werden nach dieser milden Handhabe Kontrollen durchgeführt. Wenn jemand dann die Auflagen nicht erfüllt haben sollte, wird es teurer und es drohen strafrechtliche Konsequenzen.

Wohnungen zu mieten liegt im Trend

Wohnungen zu mieten liegt im Trend

Nicht nur die Verkaufspreise von Apartments, wobei vor allem Neubauwohnungen gefragt sind, ziehen an. Auch die Mietpreise. In einem Land, wo nach wie vor Eigentum an erster Stelle der Bürger steht, eine interessante Entwicklung. Man sucht mehr Apartments zum Mieten. Branchenberichten zufolge sind die Mieten im vergangenen Jahr über 20 Prozent gestiegen.

Die Gründe für den Mietanstieg liegen auf der Hand: Es wird weniger Eigentum erworben und die Nachfrage nach Mietwohnungen ist gestiegen. Während die Nachfrage wächst, ist das Angebot kleiner geworden. Da die Preise allgemein – auch bei An- und Verkauf anziehen – entscheiden sich etliche Eigentümer, die früher ihre Wohnung zum Mieten anboten, nun doch für einen Verkauf. So beurteilt das Immobilienportal Idealista die Lage.

Das Angebot an Langzeitvermietungen in Städten wie zum Beispiel Barcelona, Madrid und Palma de Mallorca wird stets geringer, da die lukrative Ferienvermietung an Besucher und Touristen boomt.

Ferienapartments bei Mietern gefragt

Ferienapartments bei Mietern gefragtEine Trendwende zeichnet sich bei den Spanien besuchenden Urlaubern ab. Das Bett im Hotel ist nicht mehr so stark gefragt wie früher. Die Besucher ziehen Apartments für die Ferien vor. Das ist das Ergebnis einer Studie der Tourismus-Lobby Exceltur in 22 wichtigsten Städten, die beinahe 85 Prozent des spanischen Städtetourismus auf sich vereinigen. Allerdings handelt es sich bei der Statistik um angemeldete und ins Register eingetragene Ferienwohnungen. Der Schwarzmarkt der Vermietungen ist nach wie vor gross und nicht überschaubar.

Im vergangenen Jahr wurden in Ferienapartments 362.493 Unterkünfte angeboten, in den Hotels 330.258. Das sind zehn Prozent weniger. Die Zahlen der Exceltur-Statistik basieren auf denen des nationalen Statistikinstituts INE und einigen Mietportalen. Die Zahl der Ferienapartments nahm zwischen 2012 und 2016 um 1633 Prozent zu. Die Internet-Plattform Airbnb zum Beispiel steigerte ihr Spanienangebot in den vergangenen Jahren um jeweils 100 Prozent.

Vermietungen im Sommer liegen im Trend

Vermietungen im Sommer liegen im TrendViele Besitzer von Ferienhäusern und -apartments an der Costa Blanca vermieten ihre Immobilien an Urlauber, bedeutet dies doch eine zusätzliche Einnahmequelle, mit der man wiederum einen Teil der Ausgaben die an Steuern und anderen Kosten anfallen, decken kann. Besonders die Hochsommermonate Juli und August bringen gutes Geld. Neben ausländischen Touristen reisen Spanier aus dem Inland dann bevorzugt an die Küste, wollen Sol y Playa in der Provinz Alicante geniessen.

Ferienwohnungen liegen Experten zufolge in diesem Jahr im Trend. Sie gelten als drittbeliebteste Art der Ferienunterkunft in der Region Valencia. Bereits im vergangenen Jahr stiegen die Mietobjekte in der Region Valencia um 17,4 Prozent. Wie hoch die Vermietungen jedoch tatsächlich sind, bleibt eine Dunkelziffer, da immer noch von privat an privat am Fiskus vorbei und ohne die gesetzlich geforderte Eintragung ins Register vermietet wird.

Berichten in spanischen Zeitungen zufolge können Ferienapartments, die direkt am Strand liegen, zum Beispiel in San Juan bei Alicante bis 1.000 Euro die Woche kosten. Eine Villa mit vier Schlafzimmern in Moraira kann Anfang August 100 Euro oder mehr kosten. Zum Beispiel bieten Airbnb oder Homeway, zwei auf Ferienvermietung spezialisierte Internetpokale, Unterkünfte zu unterschiedlichen Preisen je nach Lage und Ausstattung an.

Ferienwohnungen und -häuser registrieren lassen

Ferienwohnungen und -häuser registrieren lassen

Alle Wohnungen und Häuser, die an Touristen für Ferien vermietet werden, müssen bekanntlich im Register der valencianischen Landesregierung eingetragen sein. Ist das nicht der Fall, können Geldstrafen verhängt werden. Nicht jeder hält sich daran, der private Vermietungsschwarzmarkt ist gross. Aber auch Immobilienanbieterportale im Internetversuchen, sich an der offiziellen Registrierung vorbeizumogeln. Das kann gewaltig ins Budget gehen.

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Welche Steuern bei Vermietung anfallen

Welche Steuern bei Vermietung anfallen

Eigentümer, die ihre Ferienhäuser oder -wohnungen und sogar die Hauptwohnung vermieten, müssen die Einnahmen in Spanien versteuern. Das können Mehrwertsteuer (IVA)und/oder Einkommenssteuer (IRPF für Residenten, IRNR für Nichtresidenten) sein. Experten raten an, dies auch zu tun. Mit der gesetzlichen Registrierung im offiziellen Tourismusverzeichnis sei nicht ausschliessbar, dass hinter der Anmeldepflicht auch steuerliche Gründe stecken.

Welche der Steuerarten anfallen, hängt von mehreren Komponenten ab: Bietet der Eigentümer selber die Immobilie zur Vermietung an oder hat er eine Vermietungsagentur damit beauftragt und kommt es zu Serviceleistungen wie im Gastgewerbe (zum Beispiel Bettwäschewaschen, Reinigung, Reparaturen…).

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