Mehr nationale Käufer in Valencia

Spanier kaufen vermehrt Immobilien im LandSpanier kaufen vermehrt Immobilien im Land Valencia. Es zeichnet sich am Wohnungsmarkt ab, dass vor allem die nationale Käuferschicht ansteigt. Die Grossbank BBVA verkaufte fast 39.000 Objekte im ersten Halbjahr. Das ist laut Statistiken der Bank ein Plus von 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Verteilt auf die drei Provinzen der Region Valencia ergibt sich folgendes Bild: 15.200 Wohnungen wurden in der Provinz Valencia verkauft, ein Plus von 21,9 Prozent. Etwa 20.150 Immobilien in der Provinz Alicante (+ 13,8 Prozent) und 3.600 in Castellón (Plus 11,1, Prozent).

Auffällig ist, der Anstieg bei den nationalen Käufern um 26,1 Prozent. Die Valencianer selber legten um 18,6 Prozent zu und die ausländischen Käufer um 12,6 Prozent. In der gesamten Region macht das ausländische Klientel ein Drittel aus und in der Provinz Alicante fast die Hälfte.

Die BBVA bemerkt, dass die Immobilien im Durchschnitt 1,9 Prozent mehr kosten als 2016. Allerdings weichen die Werte je nach Standort stark ab. In Calpe und Viñáros zog der Quadratmeterpreis um über 10 Prozent an, in Oliva um 8 Prozent und in Dénia um 6,8 Prozent. Der Quadratmeterpreis in der Provinz Alicante liegt bei 1.239 Euro.

Mehr Büros und Franchising

Solvia, die Immobiliengesellschaft der Banco Sabadell in Alicante, will im Land Valencia vermehrt Immobilienbüros eröffnenDer Immobilienmarkt ist dabei, sich zu erholen. Solvia, die Immobiliengesellschaft der Banco Sabadell mit Sitz in Alicante hat grosse Pläne. Sie denkt an die Einrichtung eines grossen Netzes von Büros und Franchisenehmern im gesamten Land Valencia. Unter dem Namen Solvia Store soll beim Immobilienverkauf Gas gegeben werden.

Die Region Valencia ist eines der grössten Aktionsbereiche der Solvia. Die Banco Sabadell erhielt von der CAM, der ehemaligen Alicantiner Sparkasse, jede menge Immobilien. Es gibt bereits einige eigene Solvia-Immobilienbüros in den Städten Alicante, Valencia, Castellón, Torrevieja und in Benidorm. In Elche, El Campello, Santa Pola, Orihule aund Valencia existieren bereits Franchise-Büros.

Erneut Vertrauen in Immobilienmarkt

Erneut Vertrauen in ImmobilienmarktSeit dreizehn Quartalen in Folge steigen die Immobilienpreise in Spanien erneut an. Im zweiten Quartal des Jahres stiegen sie durchschnittlich um 5,6 Prozent. Das nationale Statistikinstitut in Madrid (INE) teilt mit, das sei der stärkste Anstieg seit dem ersten Quartal 2016, wo neue Häuser und Wohnungen 6,4 Prozent teurer wurden.

Wie immer gibt es jedoch regionale Unterschiede. Stark erhöhten sich die Wohnungspreise neuer Immobilien in der Region Madrid und Katalonien. Durchschnittlich mussten Käufer 10,9 bzw. 9,3 Prozent tiefer in die Tasche fassen. In Andalusien zogen die Preise um 5,6 Prozent an, auf den Balearen um 7,4 Prozent.

Die anderen Regionen Spanien liegen unter der mittleren Durchschnittsgrenze. Im Land Valencia stiegen die Preise im zweiten Quartal nur um 1,8 Prozent. Murcia bildet das Schlusslicht mit 0,3 Prozent.

Wie sieht es auf dem Gebrauchtwohnungsmarkt aus? Hier stiegen die Preise im zweiten Quartal um rund 5,8 Prozent. Immobilienexperten sehen in dem Rhythmus der Preisentwicklung sowohl bei neuen wie Secondhandimmobilien, dass erneut Vertrauen in den Immobilienmarkt zurückkehrt.

Immobilien transaktionen gestiegen

Die Immobilientransaktionen sind in Spanien um 23 Prozent gewachsen

Die Immobilientransaktionen sind in Spanien um 23 Prozent gewachsen und haben jetzt nach sechs Jahren einen hohen Stand erreicht.Das ist ein Anstieg von 10 Prozent gegenüber 2016. Soweit Daten aus einem Bericht der BBVA-Research, der die Immobiliensituation untersuchte.Die Investitionen in Immobilien werden in diesem Jahr 9,4 Prozent des Wachstums vom Bruttoinlandsprodukt ausmachen. Soweit die Prognose der Experten.

Zwischen Januar und Mai wurden 212.073 Immobilien (+14,5 Prozent) verkauft. Die Tendenz ist steigend. Über dem nationalen Durchschnitt schneidendabei Asturien, Balearen, Kantabrien, Kastillien-La Mancha, Katalonien, Extremadura und Madrid ab.

Der Immobilienmarkt wächst auf allen Sektoren. An erster Stelle steht der Kauf von Hauptwohnungen, dieser Bereich ist um 20,8 Prozent gestiegen ist. Die Nachfrage nach Wohnungen von Ausländern stieg um 15,3 Prozent und die nach Zweitwohnungen um 13,1 Prozent.

Die Studie geht davon aus, dass die Preise im Jahresdurchschnitt um 3 Prozent steigen. Das bedeutet Ende 2017 müssen 1.570 Euro für den Quadratmeter Neubauwohnung hingeblättert werden. Das sind Werte, die laut Statistik des Landesentwicklungsministeriums Fomentovergleichbar mit denen von 2004 sind. Die Studie geht davon aus, dass die Promotoren der gesteigerten Nachfrage entgegenkommen und 80.000 neue Wohnungen (+20 Prozent) bauen. 

Greenpeace warnt vor Bauboom

Greenpeace warnt vor BauboomEs liegt seit kurzem ein neuer Bericht von Greenpeace und dem unabhängigen Forschungszentrum Observatorio de la Sostenibilidad (OS) zum Schutz der spanischen Küstenzonen vor. Er wurde von den Verantwortlichen in Málaga auf dem Schiff Esperanza vorgestellt. Nachdem 21 Millionen Hektar Küste am Atlantik, Mittelmeer und den Inseln in einem Zeitraum von 24 Jahren analysiert wurde, warnt Greenpeace vor einem neuen Bauboom aus Beton und Backstein.

Die ausgewerteten Daten wurden von 1987 bis 2011 aufgezeichnet. Das heutige Ergebnis dürfte noch übler aussehen, denn im vergangenen Jahr hat der Immobilienmarkt wieder angezogen, wobei die Provinzen Málaga und Alicante die mit den meisten verkauften Immobilien pro 1.000 Einwohnern waren. Danach kamen Almería und die Balearen.

In der genannten Zeitspanne hat die Bebauung an den Küsten um 57 Prozent durchschnittlich zugenommen. In Valencia und Cádiz um sogar 118 Prozent und in Castellón um 148 Prozent. Im Greenpeace-Bericht heisst es, dass nur 27 Prozent der Küste unter Schutz stehen. Barcelona, Alicante und Málaga sind die drei Provinzen mit der höchsten Bebauungsrate.

Experten sagen weiteres Wachstum voraus

Experten sagen weiteres Wachstum voraus

Die Zeit der Spekulanten bei Immobilienkäufen in Spanien scheint vorbei. Beim Internationalen Immobilien-Salon in Madrid (SIMA) waren sich Experten einig, dass der Immobilienmarkt sich erholt habe. Das Wachstum sei in Hinsicht auf Immobilienkäufe und Preisentwicklung zwei Jahre hintereinander moderat ausgefallen. Die Entwicklung trage dazu bei, dass es nicht zu einer erneuten Blase komme.

Nach Zahlen des Generalnotariats wurden 2016 insgesamt 457.689 Immobilien verkauft. Ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 14 Prozent. Trotz Aufschwung liegen die Zahlen 2016 aber gut um die Hälfte niedriger als 2007, als 853.568 Häuser und Apartments verkauft wurden. Auch in diesem Jahr werde sich die Zahl der Immobilientransaktionen um weitere 8,7 Prozent erhöhen, zeigte man sich bei Solvia, der Immobilientochter der Banco Sabadell optimistisch.

Ein Blick auf die Preise: Sie steigen ebenfalls wieder seit zwei Jahren. Nach Zahlen des Wohnungsbauministeriums betrug das Plus im ersten Quartal 2017 rund 2,2 Prozent. Der Quadratmeterpreis einer Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt kommt im Schnitt auf 1.528,8 Euro. Moody‘s, die Agentur für Risikomanagement, rechnet mit jährlich im Schnitt um die 4,7 Prozent steigenden Preisen bis zum Jahr 2019.