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Wohnungspreise werden weiter sinken
Noch mehr Wohnungen, noch mehr sinkende Preise? Sowohl die Banco de España als auch verschiedene Experten aus der Immobilienbranche sagen für die Zukunft weiter sinkende Immobilienpreise voraus. Laut Konsumentenzeitschrift Consumer/Eroski sollen in den nächsten zwei Jahren die Wohnungspreise um 30 Prozent im Vergleich zu den Zahlen von Dezember 2007 zum Krisenbeginn fallen.
Nachdem die Regierung die Finanzreform für Banken verabschiedete, scheinen weiter sinkende Preise eine feste Begleiterscheinung für die nächsten Jahre zu werden. Da die Banken aufgrund der Reform ihr Kapital erhöhen müssen, um Wohnungs- und Grundstücksbestände abzusichern, werden die Kreditinstitute voraussichtlich die Immobilien lieber zum Verkauf auf dem Markt anbieten als sie weiter in ihren Beständen zu halten.
Mieten sind immer noch zu hoch

Auch wenn die Mietpreise niedriger geworden sind und sich der Krise anpassen, sind sie noch immer zu hoch
Der durchschnittliche Mietpreis einer Wohnung lag in Spanien laut der Konsumentenzeitschrift Consumer (Eroski) im vergangenen November bei 695 Euro monatlich, wobei Experten betonen, dass die Mietpreise im letzten Jahr um 4 Prozent sanken. Auch wenn die Mietpreise niedriger geworden sind und sich der Krise anpassen, sind sie noch immer zu hoch. Vielen Spaniern fehlt das Geld zum Mieten.
Hilfen erhalten nur die Bürger, deren Einnahmen erheblich niedriger als der öffentliche Indikator für das Multiple-Effekt-Einkommen (IPREM) liegen. Aber auch Pensionäre und Behinderte können in den Genuss kommen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Verwaltung der jeweiligen Länder gibt Auskunft.
Kaum Bewegung auf dem Immobiliensektor
Bedauerlich, doch leider Realität. Das Jahr 2011 war ein noch schlimmeres Jahr für den Immobilienmarkt und die heimische Wirtschaft als das bisherige Katastrophenjahr 2009. Es wurden weniger Wohnungen verkauft und vor allem nahm der Bestand an bereits gebauten Wohnungen nicht ab. Nach Angaben der Regierung handelt es sich um 700.000 Wohnungen. Die Wirtschaftszeitung „Cinco Días” veröffentlichte einen Artikel unter dem Titel „Ein weiteres Jahr zum Vergessen”, der nicht auf Wunder hoffen lässt.
Gute Anlage: gepflegte Secondhand-Häuser
Die Krise hat auch positive Seiten: Die spanische Wirtschaftslage ermöglicht es jetzt wieder, zu günstigen und realistischen Preisen in ein Eigenheim oder in ein Urlaubsdomizil zu investieren.
Gerade Secondhand-Immobilien werden zu günstigen Konditionen angeboten und selbst unter den privaten Verkäufern hat es sich mittlerweile herumgesprochen, dass man auf Nummer sicher beim Verkauf geht, wenn man über die Preisvorstellungen noch mit sich verhandeln lässt. Nach wie vor ist die nördliche Costa Blanca und da die Cumbre del Sol in Benitachell eine Topadresse für Kunden aus aller Welt.
Wenig Bewegung auf dem Markt
Die Grundbuchämter notierten im September 25.881 Wohnungstransaktionen, 28,2 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Auch wenn das wenige Verkäufe waren, so waren es doch mehr als in den Vormonaten Juli und August. Da stürzten die Verkaufsziffern um 35,2 Prozent und 38,3 Prozent ab. Im April zum Beispiel registrierten die Grundbuchführer 24.100 Aktionen. Dennoch, in der jüngsten Statistik des Nationalen Statistikamtes INE beträgt der Rückgang im September im Vergleich mit dem Vormonat 4,3 Prozent.
Man muss aber zusätzlich zu diesem erneuten Rückgang der Immobilienverkäufe sehen, dass die Negativserie nun bereits seit sieben Monaten besteht. Dabei begann das vergangene Jahr noch mit einer positiven Tendenz: mit einem Verkaufsanstieg von 10,5 Prozent im Februar und 19,6 Prozent im Januar.



