Artikel-Schlagworte: „Spanien“

Gute Saison: erstmals wieder mehr Touristen

Jeder Tourist in Spanien kennt die Tradition der Siesta

Der Tourismussektor wird in Spanien und an der Costa Blanca zum Hoffnungsträger in der Krise

Volle Strände und volle Hotels an der Costa Blanca und andernorts in Spanien. Erstmals nach drei Jahren des Rückgangs wächst die Zahl der Touristen wieder. Schon jetzt steht fest: Das Wachstumspotential wird 11 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Optimismus herrscht in der Touristenbranche zu recht: Bis Mai kamen bereits 19 Millionen ausländische Touristen nach Spanien, 7,3 Prozent mehr als 2010. Und man höre und staune: Die, die kamen, gaben auch noch mehr aus. Um 2,5 Prozent stiegen pro Kopf die Ausgaben der Urlauber.

Wen wundert es, dass Tourismusstaatssekretär Joan Mesquida prognostiziert, der Sektor werde um mehr als die von der Welttourismusorganisation angekündigten vier Prozent zulegen. Er schätzt, dass das Einnahmenplus zwischen fünf und zehn Prozent liegen wird.

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70 Prozent der Zweitwohnungen stehen leer

Der Fomento-Minister Jose Blanco zeigte sich optimistisch

Der Fomento-Minister Jose Blanco, 70 Prozent der Zweitwohnungen stehen leer

„Der Bestand an unbewohnten Apartments ist nicht über das ganze Land verteilt, er konzentriert sich auf einige Punkte”, erklärte José Blanco, Fomento-Minister in Madrid. Der Politiker schätzt weiter, dass „70 Prozent dieser Wohnungen Zweitwohnsitze sind.” Blanco, der gerade eine Rundreise durch sechs europäische Länder hinter sich hat, um dabei Investitionen zur Lösung des leer stehenden Wohnparks locker zu machen, sprach sich im Senat dafür aus, wie wichtig es sei, den Vermietungsprozess anzukurbeln.

Leicht sei es nicht, den unbewohnten Wohnpark abzubauen. Der Minister erinnerte daran, dass zwar in etlichen Regionen des Landes sehr wohl Nachfrage nach Wohnungen herrsche, es aber dort kein Angebot gebe. Auch erinnerte er daran, dass die Kreditaufnahme wegen der finanziellen Lage nicht mehr so leicht sei. Blanco sieht nur „im Vermieten und in der Restaurierung als politische Säulen der Wohnungsbaupolitik” die Lösung. Das zeichne die Sozialpolitik Spaniens aus.

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Mehr Bauanträge wurden gestellt

Die Zahl der von den Architektenkammern abgesegneten Baugenehmigungen zum Errichten von neuem Wohnraum hat zugenommen

Die Zahl der von den Architektenkammern abgesegneten Baugenehmigungen zum Errichten von neuem Wohnraum hat zugenommen

Offenbar wird wieder mehr gebaut. Die Zahl der von den Architektenkammern abgesegneten Baugenehmigungen zum Errichten von neuem Wohnraum hat zugenommen. Um 7,5 Prozent stiegen die Sichtvermerke im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum bis auf 14.950 und weisen nun schon zwei Monate hintereinander eine leicht steigende Tendenz auf. Nach fünf Jahren stetem Rückgang der Baugenehmigungen schloss das vergangene Jahr mit einem historischen Mindestrekord von 91.662 Lizenzen in ganz Spanien ab. Das bedeutet, 17,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Doch auch für dieses Jahr rechnet das Fomento-Ministerium in Madrid nicht mit einem weiteren gewaltigen Anstieg der Baugenehmigungen. Im Gegenteil, vermutlich steuert man auf einen neuen Mindestrekord von nur noch 89.700 Wohnungen zu. Was für ein Kontrast zu den Boomzeiten: 2005 und 2006 wurden 729.652 und 865. 561 Baugenehmigungen für Neubauten erteilt.

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Spaniens Sparkurs hat Vorbildfunktion

EU-Kommission sieht derzeit in Spanien keine Ansteckungsgefahr für Kredithilfen

EU-Kommission sieht derzeit in Spanien keine Ansteckungsgefahr für Kredithilfen

Das Euro-Krisenland Portugal sollte sich nach Ansicht von Bundesbankvorstand Joachim Nagel seinen Nachbarn Spanien als Vorbild nehmen und entschlossen den Haushalt sanieren. „Spanien zeigt doch, wie es gehen kann. Dies sollte Anstoß für andere Länder sein“, sagte Nagel der Zeitung „Welt”. Es müsse in Portugal die Erkenntnis reifen, dass eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung in Verbindung mit umfangreichen Strukturreformen mittelfristig zum Wohle des Landes ist, auch wenn sie kurzfristig mit Härten verbunden sei. Angesichts der dramatischen Finanzlage muss das hoch verschuldete Portugal nun doch um Hilfe der EU bitten. Brüssel will gegen harte Sparauflagen Kredite von 80 Milliarden Euro gewähren. Davon kommen 5 Milliarden aus Spanien.

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Für jeden eine Toilette und Dusche

In allen 27 EU-Mitgliedstaaten haben 3,5 Prozent der Bewohner kein eigenes Klo

In allen 27 EU-Mitgliedstaaten haben 3,5 Prozent der Bewohner kein eigenes Klo

Eine interessante Nachricht meldete vor kurzem die deutsche Presseagentur dpa. Da stand zu lesen, dass noch lange nicht jeder Bürger in Europa in den Genuss kommt, auf sein eigenes Örtchen gehen zu können, um dort seine Geschäfte abzuwickeln. In allen 27 EU-Mitgliedstaaten haben 3,5 Prozent der Bewohner kein eigenes Klo. In Deutschland lebt jeder Hundertste ohne Toilette. Jedenfalls hat er keine in der Wohnung oder im Haus. 1,2 Prozent der Bundesbürger mussten 2009 draußen - zum Beispiel auf dem Hof - eine Toilette benutzen. Bei den Zahlen, die die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg veröffentlichte, schnitten allerdings sanitäre Einrichtungen wie Badewanne oder Dusche besser ab. Nur 0,3 Prozent der Bundesbürger haben keine Dusche oder Wanne in der Wohnung oder in ihrem Haus.

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