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Leichte Wiederbelebung des Marktes
Liegt es am Wetter oder gibt es wieder mehr Investitionswillige? An der Costa Blanca Nord ist eine leichte Wiederbelebung des Immobilienmarktes spürbar. Der Traum vom Eigenheim im Süden scheint noch nicht ausgeträumt. Vor allem Nord- und Osteuropäer, bei denen Sonnentage in der Heimat knapp sind, interessieren sich für Häuser und Wohnungen in der Provinz Alicante.
Schweden und Norweger, aber auch Niederländer und Belgier sind neben Russen momentan die überwiegenden Kunden in den Maklerbüros. Immobilienagenturen in Moraira und Jávea sprechen von etwas mehr - wenn auch immer noch wenigen - Interessenten. Darunter wieder einige Deutsche, die sich in den Büros nach hauptsächlich Gebrauchthäusern erkundigen.
Mehr ausländische Käufer in der Provinz Alicante
Nach wie vor sieht es bei Immobiliengeschäften extrem ruhig aus. 2011 registrierten Statistiker 347.305 An- und Verkaufsgeschäfte bei Wohnungen und Häusern. Nach Angaben des Fomento-Ministeriums in Madrid betrug der Rückgang 29,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist somit das schlechteste Ergebnis seit acht Jahren. Die Zahlen sind der Statistik über Immobilientransaktionen des Ministeriums entnommen, die anhand von notariellen Angaben zusammengestellt wurden. Die Anzahl der ausländischen Käufer stieg gegenüber dem letzten Vierteljahr 2010.
Neubauwohnungen stiegen im letzten Quartal 2011 auf 43.974 und machen 41,7 Prozent der Immobiliengeschäfte aus. 61.586 Gebrauchtimmobilien fanden neue Eigentümer, was 58,3 Prozent der Immobilientransaktionen ausmacht. Auf das Jahr gesehen waren es 126.840 Neubauwohnungen, die immerhin 36,5 Prozent der insgesamt 347.305 Immobiliengeschäfte ausmachen. 220.465 Secondhand-Wohnungen machten jedoch den Löwenanteil aus: 63,5 Prozent. Das Ministerium bewertet dies als eine “gewisse Stabilität, die auf dem Secondhandmarkt seit 2008 erzielt wurde.”
Grund- und Autosteuer werden nicht erhöht
Wenn das kein Geschenk an die Bürger ist: Die Gemeinde Teulada-Moraira wird 2012 keine Steuern erhöhen. Das kündigte Bügermeister Antoni Joan Bertomeu an. Der Gemeinderat beschloss keine Steueranhebung, weil die Bürger und Unternehmen wirtschaftlich schwierige Momente erleben. Eine interessante Entscheidung pro Bürger und Wirtschaftskraft inmitten der Krise, wo jede Gemeinde versucht, die leeren Kassen zu füllen. Die Maßnahme soll helfen, die wirtschaftliche Situation der Bürger und Unternehmer zu erleichtern.
Zwar ist Teulada-Moraira eine der Gemeinden mit den niedrigsten Grund- und Autosteuern in der Provinz Alicante, doch die Politiker wissen auch, dass die Einnahmen des Rathauses um 1,5 Millionen Euro sinken werden. Sinkende Einnahmen wegen Bausteuern und Baulizenzen und durch geringere Subventionen aus Madrid um etwa 900.000 Euro gegenüber 2010 werden erwartet. Dennoch, die Gemeinde stehe recht gut da, es seien bereits Einsparungen bei diversen Kostenpositionen erreicht worden.
50.000 Apartments stehen in Alicante leer
Es mangelt an Käufern und an Finanzierungen. Bauträgergesellschaften in der Provinz Alicante müssen weiter um ihre Existenz bangen. Auf dem Wohnungsbausektor bewegt sich nach wie vor sehr wenig. Die jüngsten statistischen Zahlen aus der Architektenkammer in Alicante sind ebenfalls keine positiven Boten eines sich möglicherweise annähernden Aufschwungs: Lediglich 1.100 Wohnungen wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres abgenommen. Das sah mal erheblich besser aus. Zum Vergleich: 2006 wurden 48.000 Wohnungsbauprojekte gesichtet.
Wiederherstellung der Mühle gefordert
Ein architektonisches Kleinod unter Denkmalschutz und touristisches Ziel vieler Wanderer sorgt für Diskussionsstoff in der Küstengemeinde Jávea/Xàbia an der Costa Blanca Nord. In nur wenigen Gemeinden in der Provinz Alicante sind Getreidemühlen aus dem Mittelalter erhalten. So auch in Jávea. Besagte „Molino” auf dem Cabo de San Antonio stammt aus dem 14. Jahrhundert, befindet sich in Privatbesitz und wird vom Eigentümer saniert. Der Kulturverein Xàbia Viva sieht in den Baumaßnahmen eine Verunstaltung der Mühle und protestierte.
Stadtrat Pepe Sapena versicherte, dass Vertreter des Bauamts die Mühle bereits vor den Protesten angeschaut und den Eigentümer mündlich angewiesen hätten, sie sofort wieder in den Zustand vor den Arbeiten zu versetzen. Laut Stadtrat habe der Eigentümer eine Genehmigung der Stadt, die ihm die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes erlaube.




