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Kaum Bewegung auf dem Immobiliensektor
Bedauerlich, doch leider Realität. Das Jahr 2011 war ein noch schlimmeres Jahr für den Immobilienmarkt und die heimische Wirtschaft als das bisherige Katastrophenjahr 2009. Es wurden weniger Wohnungen verkauft und vor allem nahm der Bestand an bereits gebauten Wohnungen nicht ab. Nach Angaben der Regierung handelt es sich um 700.000 Wohnungen. Die Wirtschaftszeitung „Cinco Días” veröffentlichte einen Artikel unter dem Titel „Ein weiteres Jahr zum Vergessen”, der nicht auf Wunder hoffen lässt.
Wenig Bewegung auf dem Markt
Die Grundbuchämter notierten im September 25.881 Wohnungstransaktionen, 28,2 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Auch wenn das wenige Verkäufe waren, so waren es doch mehr als in den Vormonaten Juli und August. Da stürzten die Verkaufsziffern um 35,2 Prozent und 38,3 Prozent ab. Im April zum Beispiel registrierten die Grundbuchführer 24.100 Aktionen. Dennoch, in der jüngsten Statistik des Nationalen Statistikamtes INE beträgt der Rückgang im September im Vergleich mit dem Vormonat 4,3 Prozent.
Man muss aber zusätzlich zu diesem erneuten Rückgang der Immobilienverkäufe sehen, dass die Negativserie nun bereits seit sieben Monaten besteht. Dabei begann das vergangene Jahr noch mit einer positiven Tendenz: mit einem Verkaufsanstieg von 10,5 Prozent im Februar und 19,6 Prozent im Januar.
Der August war ein wenig erfreulicher Monat
Auch wenn man an der Costa Blanca Nord vereinzelt Baufahrzeuge und Kräne sieht, in zum Beispiel den Urbanisationen von Teulada-Moraira etliche Umbauarbeiten vorgenommen und auch einige wenige Häuer errichtet werden, die Situation auf dem Immobiliensektor bleibt weiter kritisch. Bedauerlich, doch auch der Monat August brachte bei der Immobilienentwicklung keine positiven Neuigkeiten. Im Gegenteil, der Negativtrend der letzten Monate wurde erneut bestätigt, wobei aber auch gesagt werden muss, dass erfahrungsgemäß sich in den Sommermonaten auf dem Immobilienmarkt nie sehr viel tut.
Die Zahl der Wohnungsverkäufe ist im August erneut und erheblich zurückgegangen. Nun schon seit drei Monaten in Folge. Das Statistische Landesamt INE legte die jüngsten Zahlenstatistiken für Spanien vor.
Historisches Tief für Hypotheken
Der Kauf von Immobilien wird ohne genügend Eigenkapital immer schwieriger. Nach Hypotheken wird kaum noch gefragt bzw. Banken vergeben immer weniger Hypotheken nach sehr strengen Richtlinien zum Kauf von Immobilieneigentum. Die jüngsten statistischen Zahlen des Nationalen Statistikamtes INE sprechen von 47 Prozent weniger Hypothekendarlehen in diesem Juli im Vergleich zum Juli des Vorjahres. In absoluten Zahlen sind das in Spanien 29.523 Hypothekenvergaben, die niedrigste Zahl seit 2003.
Der durchschnittliche Betrag der in den Eigentumsregistern eingetragenen Hypotheken belief sich im Juli auf 123.648 Euro. Die Summe beträgt 7,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, aber immerhin 2,6 Prozent mehr als in diesem Juni. Der Hypothekenbetrag, der im Durchschnitt für Wohnungen aufgenommen wurde lag im Juli bei 110.604 Euro und somit 9 Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahresmonat, doch immerhin 1,1 Prozent höher als im Juni 2011.
Wohnungen preiswert wie schon lange nicht mehr
Wer sich jetzt nach Wohneigentum im Ausland umsieht und sich für eine Wohnung interessiert, wird auf dem spanischen Festland zu guten Konditionen fündig. Das Angebot an leer stehenden Neubauobjekten ist nach wie vor groß und die Preise bleiben weiterhin sehr attraktiv. Da nur wenig Bewegung auf dem Immobilienmarkt zu verzeichnen ist und die Aussichten der Branche für die letzten Monate des Jahres von Experten als nicht rosig bezeichnet werden, sind die Preise erneut zurückgegangen. Wie das Nationale Statistikinstitut INE jetzt veröffentlichte, haben die Preise für Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt im zweiten Quartal erneut nachgegeben: 4,1 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr.



