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50.000 Apartments stehen in Alicante leer
Es mangelt an Käufern und an Finanzierungen. Bauträgergesellschaften in der Provinz Alicante müssen weiter um ihre Existenz bangen. Auf dem Wohnungsbausektor bewegt sich nach wie vor sehr wenig. Die jüngsten statistischen Zahlen aus der Architektenkammer in Alicante sind ebenfalls keine positiven Boten eines sich möglicherweise annähernden Aufschwungs: Lediglich 1.100 Wohnungen wurden in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres abgenommen. Das sah mal erheblich besser aus. Zum Vergleich: 2006 wurden 48.000 Wohnungsbauprojekte gesichtet.
Historisches Tief für Hypotheken
Der Kauf von Immobilien wird ohne genügend Eigenkapital immer schwieriger. Nach Hypotheken wird kaum noch gefragt bzw. Banken vergeben immer weniger Hypotheken nach sehr strengen Richtlinien zum Kauf von Immobilieneigentum. Die jüngsten statistischen Zahlen des Nationalen Statistikamtes INE sprechen von 47 Prozent weniger Hypothekendarlehen in diesem Juli im Vergleich zum Juli des Vorjahres. In absoluten Zahlen sind das in Spanien 29.523 Hypothekenvergaben, die niedrigste Zahl seit 2003.
Der durchschnittliche Betrag der in den Eigentumsregistern eingetragenen Hypotheken belief sich im Juli auf 123.648 Euro. Die Summe beträgt 7,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, aber immerhin 2,6 Prozent mehr als in diesem Juni. Der Hypothekenbetrag, der im Durchschnitt für Wohnungen aufgenommen wurde lag im Juli bei 110.604 Euro und somit 9 Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahresmonat, doch immerhin 1,1 Prozent höher als im Juni 2011.
Günstiger Neubauwohnungen kaufen
Wer an einer Neubauwohnung interessiert ist und das Geld hat, um sie zu kaufen, wird in den kommenden Monaten einen beachtlichen Preisvorteil haben. Der Mehrwertsteuersatz wird reduziert. Statt acht Prozent fallen dann nur noch vier Prozent an. Das ist mit die wichtigste Entscheidung eines Pakets voller Sparmaßnahmen, die am vergangenen Freitag Ministerin Elena Salgado dem Kabinett in Madrid präsentierte und das diese Woche vom Parlament verabschiedet wurde.
Mit der Senkung der IVA will die Zapatero-Regierung den daniederliegenden Immobilienmarkt etwas beleben und den Banken helfen, ihren Immobilienbestand abzubauen, um so mehr Liquidität zu gewinnen. Banken und Sparkassen in Spanien sitzen auf einem Immobilienbestand an Häusern, Wohnungen und Grundstücken im Wert von 65 Milliarden Euro. Schätzungsweise gibt es 700.000 neue und noch nicht verkaufte Wohnungen.
Banco de España zieht die Zügel an
Die Banco de España hat bestätigt, die Konditionen für Hypothekendarlehen etwas angezogen zu haben und den Zugang zu Hypothekenkrediten erschwert zu haben. Somit haben sich die Bedingungen für Verbraucher zum Kauf einer Wohnung oder eines Hauses auf Pump erneut erschwert.
Das Ergebnis des Boletin der Nationalbank vom Monat April setzt - ebenso wie die Wirtschaftslage - kaum Impulse zum Eigentumserwerb. Wobei die Kriterien für die Bewilligung von Darlehen an Gesellschaften in Spanien stabil geblieben sein sollen. Und das nun schon drei Trimester hintereinander. Aber auf dem Finanzierungssektor für Privathaushalte, der Hypotheken und andere Konsumkredite umfasst, sieht die Situation anders aus. An eine Finanzierung gleich weder Art zu kommen wird für Konsumenten schwieriger und teurer.
Banken und Sparkassen machen Striptease

Ministerpräsident José Luis Zapatero, Spanien gewährt beim europaweiten Belastbarkeits-Test größtmögliche Transparenz
Banken zeigen Transparenz, indem sie sich in Brüssel entblättern: Die EU geht neue Wege. Der Prüfung auf Herz und Nieren unterzogen sich 91 Banken der Europäischen Union. Der Stress-Test, der voraussichtlich am 23. Juli veröffentlicht wird, soll zeigen, wie gesund das europäische Finanzsystem nach diversen Maßnahmen und Umstrukturierungen ist. Nationale Experten, die der Europäischen Zentralbank sowie Mitglieder der Europäischen Kommission erarbeiteten ein transparentes Zahlenprodukt, dass Vertrauen schaffen soll.



