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Immobilienpreise sanken im ersten Halbjahr

Der Preis für Wohnungen in Spanien seit Beginn der Wirtschaftskrise 2007 um real 22 Prozent gefallen ist
Es bewegt sich kaum etwas auf dem Immobilienmarkt. Die spanische Nationalbank bestätigt, dass der Preis für Wohnungen in Spanien seit Beginn der Wirtschaftskrise 2007 um real 22 Prozent gefallen ist. Im zweiten Trimester des laufenden Jahres habe der Preisrückgang im Jahresvergleich mit dem Vorjahr 5,2 Prozent betragen. Die Banco de España sieht die Ursache für den erneuten Preisrückgang in den angespannten Bedingungen, die momentan auf den Finanzmärkten herrschen und zu einer erneuten Zinserhöhung somit teureren Krediten führen.
Weiterhin schreibt die Nationalbank einen Grossteil der Immobilienverkäufe hinsichtlich der Zahlen von 2010 und heute, dem Umstand der Erhöhung der Mehrwertsteuer IVA im vergangenen Jahr zu, was im Vorfeld zu einem Anziehen der Immobilienverkäufe führte. Die Zahlen aus dem zweiten Vierteljahr zeugen eindeutig davon, dass sich die Investition in Wohnraum stark reduziert hat, obwohl im Vergleich mit den ersten drei Monaten des Jahres der Rückgang diesmal schwächer ausfiel.
Banco de España zieht die Zügel an
Die Banco de España hat bestätigt, die Konditionen für Hypothekendarlehen etwas angezogen zu haben und den Zugang zu Hypothekenkrediten erschwert zu haben. Somit haben sich die Bedingungen für Verbraucher zum Kauf einer Wohnung oder eines Hauses auf Pump erneut erschwert.
Das Ergebnis des Boletin der Nationalbank vom Monat April setzt - ebenso wie die Wirtschaftslage - kaum Impulse zum Eigentumserwerb. Wobei die Kriterien für die Bewilligung von Darlehen an Gesellschaften in Spanien stabil geblieben sein sollen. Und das nun schon drei Trimester hintereinander. Aber auf dem Finanzierungssektor für Privathaushalte, der Hypotheken und andere Konsumkredite umfasst, sieht die Situation anders aus. An eine Finanzierung gleich weder Art zu kommen wird für Konsumenten schwieriger und teurer.
Ausländer investieren wieder mehr
Investitionen in spanische Immobilien lagen in den vergangenen Jahren ziemlich weit unten, 2010 war das anders: Ausländer investierten im vergangen Jahr erstmals nach zig rückläufigen Jahren erneut mehr. Die Zahlen der Banco de España für das Geschäftsjahr 2010 liegen vor. Seit 2009 stieg die Investitionssumme ausländischer Investoren in spanische Immobilien zum ersten Mal wieder deutlich an. Die Steigerungsrate macht 2,9 Prozent aus. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Das Jahr 2010 schloss mit ausländischen Investitionen in hiesige Immobilien in Höhe von 3.757 Milliarden Euro ab.
Sparkassen geraten unter Druck

Sparkassensektor werde weiter öffentliche Gelder benötigen
Weltweit gehören die spanischen Großbanken Santander oder BBVA zu den erfolgreichsten Finanzinstituten, doch ihre Geldbeschaffung auf dem Kapitalmarkt kostet sie deutlich mehr an Zinsen als sie andere Mitbewerber im Ausland zahlen. Die Finanzwelt ist Spanien gegenüber skeptisch und darunter leiden die beiden Geldinstitute. Die Regierung geht davon aus, dass die Ursache für den Mangel an Vertrauen in das Finanzsystem in den Unwägbarkeiten der Bilanzen der Sparkassen aus den Immobiliengeschäften zu suchen sei. Bis Ende des Monats dürfte Klarheit über die Höhe des Risikos bestehen: Dann läuft die Frist für die Kassen, Klarheit zu schaffen, ab.
Schulden der Gemeinden und Länder wachsen

Der Schuldenberg von Gemeinden und autonomen Ländern wächst laut jüngsten Zahlen der Banco de España weiter
Noch ist keine effektive Lösung zum Abbau des Schuldenbergs in Spanien gefunden worden. Seit Jahren erheblich weniger neue Bauprojekte und Umbauten, das schlägt sich im Etat besonders der Küstengemeinden an der Costa Blanca nieder. Der Schuldenberg von Gemeinden und autonomen Ländern wächst laut jüngsten Zahlen der Banco de España weiter. Die Verschuldung der autonomen Regionen stieg im ersten Quartal um 28 Prozent an gegenüber der Vorjahresperiode. Die der Rathäuser stieg um 15 Prozent. Die Verschuldung der Länder macht 9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes PIB aus, die der Gemeinden 3,4 Prozent.
