Archiv für die Kategorie „Wirtschaft“
Ausländer investieren wieder mehr
Investitionen in spanische Immobilien lagen in den vergangenen Jahren ziemlich weit unten, 2010 war das anders: Ausländer investierten im vergangen Jahr erstmals nach zig rückläufigen Jahren erneut mehr. Die Zahlen der Banco de España für das Geschäftsjahr 2010 liegen vor. Seit 2009 stieg die Investitionssumme ausländischer Investoren in spanische Immobilien zum ersten Mal wieder deutlich an. Die Steigerungsrate macht 2,9 Prozent aus. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Das Jahr 2010 schloss mit ausländischen Investitionen in hiesige Immobilien in Höhe von 3.757 Milliarden Euro ab.
Spaniens Sparkurs hat Vorbildfunktion
Das Euro-Krisenland Portugal sollte sich nach Ansicht von Bundesbankvorstand Joachim Nagel seinen Nachbarn Spanien als Vorbild nehmen und entschlossen den Haushalt sanieren. „Spanien zeigt doch, wie es gehen kann. Dies sollte Anstoß für andere Länder sein“, sagte Nagel der Zeitung „Welt”. Es müsse in Portugal die Erkenntnis reifen, dass eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung in Verbindung mit umfangreichen Strukturreformen mittelfristig zum Wohle des Landes ist, auch wenn sie kurzfristig mit Härten verbunden sei. Angesichts der dramatischen Finanzlage muss das hoch verschuldete Portugal nun doch um Hilfe der EU bitten. Brüssel will gegen harte Sparauflagen Kredite von 80 Milliarden Euro gewähren. Davon kommen 5 Milliarden aus Spanien.
Sparkassen geraten unter Druck

Sparkassensektor werde weiter öffentliche Gelder benötigen
Weltweit gehören die spanischen Großbanken Santander oder BBVA zu den erfolgreichsten Finanzinstituten, doch ihre Geldbeschaffung auf dem Kapitalmarkt kostet sie deutlich mehr an Zinsen als sie andere Mitbewerber im Ausland zahlen. Die Finanzwelt ist Spanien gegenüber skeptisch und darunter leiden die beiden Geldinstitute. Die Regierung geht davon aus, dass die Ursache für den Mangel an Vertrauen in das Finanzsystem in den Unwägbarkeiten der Bilanzen der Sparkassen aus den Immobiliengeschäften zu suchen sei. Bis Ende des Monats dürfte Klarheit über die Höhe des Risikos bestehen: Dann läuft die Frist für die Kassen, Klarheit zu schaffen, ab.
Für Durststrecken nicht genug auf dem Sparbuch

Mit dem eisernen Sparwillen sieht es bei Spaniern nicht so gut aus
Mit dem eisernen Sparwillen sieht es bei Spaniern nicht so gut aus. Jeder Dritte hat nicht genügend Geld auf der hohen Kante, um für einen finanziellen Engpass gerüstet zu sein. Mit anderen Worten: 36 Prozent der spanischen Bevölkerung haben keine Reserven. Sich ein Jahr lang mit eigenen Mitteln über Wasser zu halten und die Ausgaben zu bestreiten, ist sogar nur einem noch geringeren Prozentsatz der Bevölkerung möglich. Gerade mal 18 Prozent verfügen über so viel gespartes Geld, das sie bei der Überbrückung klar kommen würden.
Steuerbelastung über dem EU-Durchschnitt

Steuerbelastung über dem EU-Durchschnitt
Spanier müssen im Vergleich mit Bürgern anderer europäischer Länder mehr Steueraufwand auf sich nehmen. Der Steueraufwand steht im Zusammenhang mit Steuerbelastung und Einkommen und liegt höher als der Durchschnitt europäischer Bürger zum Beispiel in Deutschland, England oder Schweden. Zu dem Ergebnis kam das regierungsunabhängige Institut Juan de Mariana in Madrid. Die Studie untersuchte „den Betrug der niedrigen Steuern in Spanien”.

