Die Einnahmen aus der Grundsteuer IBI waren in der Krise enorm wichtig für die Gemeinden

Die Einnahmen aus der Grundsteuer IBI waren in der Krise enorm wichtig für die Gemeinden

Dank der Grundsteuer, die Hausbesitzer zahlen, konnten Spaniens 8.200 Gemeinden sich über die Immobilienkrise retten. Ohne diese direkten IBI-Steuereinnahmen (Impuesto sobre Bienes Inmuebles) hätte es für manch Gemeinde schlecht ausgesehen. Allein in 2014 habe laut Finanzministerium in Madrid die Grundsteuer im Durchschnitt 38 Prozent der Einnahmen der Städte und Gemeinden ausgemacht. Das waren bereits 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr 2013. Andere Einnahmen in Bezug auf Immobilien gingen dagegen rapide zurück.

Laut Ministerium nahmen 2014 die Kommunen 34,8 Milliarden Euro ein, davon waren 13,2 Milliarden IBI-Anteil. Zum Vergleich: 2008 betrug der IBI-Anteil 8,4 Milliarden Euro, 60 Prozent weniger als heute. Jahr für Jahr steigen die Grundsteuer-Einnahmen an, auch für das vergangene Jahr geht das Ministerium von einer erneuten Steigerung aus. Die Gründe für das Anwachsen liegen in der Aktualisierung der Katasterwerte und in der Erhöhung der IBI-Steuersätze. Fast in der Hälfte aller Kommunen erfolgte seit 2012 eine Aktualisierung der Katasterwerte.

Vor allem in der Krise waren die IBI-Einnahmen eine tragende Säule bei den Gemeindefinanzen. Zum Beispiel die Gewinnzuwachssteuer (Plusvalía) oder die Gebühren für Baugenehmigungen gingen drastisch zurück. Brachten die Baugenehmigungen 2006 noch 2,4 Milliarden Euro in die Kassen der Gemeinden, waren es 2014 nur noch 484 Millionen Euro. Auch die Plusvalía zeigte einen Einbruch. Doch hier geht es mit der zunehmenden Belebung des Immobilienmarktes wieder aufwärts. Für 2014 gab das Ministerium bei der Plusvalía ein Plus von 22,5 Prozent an.

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