Wohnungspreise werden weiter sinken
Noch mehr Wohnungen, noch mehr sinkende Preise? Sowohl die Banco de España als auch verschiedene Experten aus der Immobilienbranche sagen für die Zukunft weiter sinkende Immobilienpreise voraus. Laut Konsumentenzeitschrift Consumer/Eroski sollen in den nächsten zwei Jahren die Wohnungspreise um 30 Prozent im Vergleich zu den Zahlen von Dezember 2007 zum Krisenbeginn fallen.
Nachdem die Regierung die Finanzreform für Banken verabschiedete, scheinen weiter sinkende Preise eine feste Begleiterscheinung für die nächsten Jahre zu werden. Da die Banken aufgrund der Reform ihr Kapital erhöhen müssen, um Wohnungs- und Grundstücksbestände abzusichern, werden die Kreditinstitute voraussichtlich die Immobilien lieber zum Verkauf auf dem Markt anbieten als sie weiter in ihren Beständen zu halten.
Der Sturz der Wohnungspreise machte im vergangenen Jahr an die 9 Prozent aus, doppelt soviel als im Jahr 2010 als die Preise um 4,67 Prozent purzelten. Wenn die Banken nun ihren Immobilienbestand zu reduzierten Preisen auf dem Markt anbieten, bedeutet das, dass ein noch umfassenderes Angebot an Häusern, Wohnungen und Grundstücken den ohnehin schon angeschlagenen Immobilienmarkt fluten wird. Nach dem Gesetz der freien Marktwirtschaft bringt ein höheres Angebot automatisch niedrigere Preise mit sich. Experten sprechen von 1,4 Millionen Wohnungen und Häuser (Neubauten und Secondhand), die in Spanien auf Käufer warten.
