Verlängerung der Hypothek bis auf 90 Jahre

Verlängerung der Hypothek bis auf 90 Jahre
Die Alternative, Hypothekenzahlungen zu strecken, ist nicht neu. Eine gestiegene Lebenserwartung, die laut Statistikamt beim Durchschnittsalter von 80,9 Jahren liegt, eine stets höhere Zahl an Arbeitslosen und die größer werdende Verschuldung der Haushalte beeinträchtigen die monatliche und vor allem pünktliche Zurückzahlung etlicher Hypothekenraten.
Wie in der Eroski-Consumer-Kundenzeitschrift von September nachzulesen ist, müssen drei von vier Familien mit Hypothek jeden Monat über 40 Prozent ihres Einkommens für Schulden aufbringen und jeder Fünfte hat eine Rate wenigstens einmal im Jahr verzögert nur zahlen können. Das Modell richtet sich an Personen zwischen 55 und 60 Jahren mit einem erhöhten Schuldenpotential und wenig übrig gebliebenen Lebensjahren, um ihre Hypothek abzuzahlen. Bisher war eine Verlängerung der Ratenzahlungen und somit eine monatliche Belastungserleichterung in dem Alter nicht mehr möglich.
Jetzt könnten die Hypothekennehmer über ihre noch verbliebene Restschuld mit Banken neu verhandeln und die Rückzahlungen um weitere 25 Jahre strecken - bis sie ihren 90. Geburtstag. Bei Ableben des Hypothekennehmers liegt es dann in der Entscheidung seiner Kinder, ob sie die Hypothek weiter befriedigen oder auflösen. Laut Eroski-Consumer bieten bisher nur wenige Banken diese Art von Hypothekenvariante an. Darunter die BBK, Caja Duero, Caja de Canarias, Caja Vital und die Caja Ávila.