Umweltschützer kritisieren Bausünden an den Küsten

Schwarze Flaggen 2010
Immer wenn die frischen Blauen Fahnen für gute Strandqualität von der EU verteilt und gehisst werden, stehen die Umweltschützer mit ihren Schwarzen Flaggen längst in den Startlöchern. Die Ecologistas en Acción haben erneut die unkoordinierte Bebauung an der Küste, Müllkippen, Industrieabfälle und die Strandregenerierung unter die Lupe genommen. Und sie wurden an 40 Brennpunkten fündig. Die sind auf ganz Spanien verteilt und in der Broschüre “Schwarze Flaggen 2010: Chaos an der Küste” aufgelistet.
Im Land Valencia vergaben die Umweltschützer in der Provinz Alicante Schwarze Flaggen für den Naturpark der Sierra Helada bei Benidorm und für die Lagunen von la Mata in Torrevieja. In Torrevieja hatte die Landesregierung das Projekt La Hoya mit 8.000 Wohnungen genehmigt. In der Sierra Helada prangern die Umweltaktivisten die Sammlung von Abwässern aus Benidorm, La Nucía, Polop de la Marina und Finestrat an, die von der überlasteten Kläranlage ins Meer geleitet werden.
Weiter verurteilen die Ecologistas das Rathaus inValencia, die das Cabanyal-Viertel zu Gunsten der Formel-1-Strecke opfern will, um den Hafen zu erweitern. Die größte Schwarze Flagge wird sinnbildlich in der Provinz Castellon im Norden des Landes Valencia gehisst: Beim Bauvorhaben Marina d’Or werden gleich an drei bekannten Stränden Apartments, Golfplätze und Hotels auf insgesamt 1.800 Hektar entstehen. Auch wollen Landespolitiker dort ein Freizeitzentrum von 800.000 Quadratmetern errichten.