Banken und Sparkassen machen Striptease

Ministerpräsident José Luis Zapatero, Spanien gewährt beim europaweiten Belastbarkeits-Test größtmögliche Transparenz
Banken zeigen Transparenz, indem sie sich in Brüssel entblättern: Die EU geht neue Wege. Der Prüfung auf Herz und Nieren unterzogen sich 91 Banken der Europäischen Union. Der Stress-Test, der voraussichtlich am 23. Juli veröffentlicht wird, soll zeigen, wie gesund das europäische Finanzsystem nach diversen Maßnahmen und Umstrukturierungen ist. Nationale Experten, die der Europäischen Zentralbank sowie Mitglieder der Europäischen Kommission erarbeiteten ein transparentes Zahlenprodukt, dass Vertrauen schaffen soll.
Das Komitee der europäischen Bankenkommission (CEBS) misst in dem Test theoretisch die Möglichkeiten von Banken und Sparkassen ab, unter der Annahme einer Verschlechterung der Wirtschaftslage, durch zum Beispiel eine höhere Arbeitslosigkeit, Kreditrückzahlungsunfähigkeit, einer Abwertung der Aktiva durch weitere Verschuldungen, dieser entgegen zutreten.
Ministerpräsident José Luis Zapatero machte den Vorschlag für den Belastbarkeitstest und der Europarat nahm ihn, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel zögerte, an. Die Banco de España, so ein Komitee-Experte gegenüber der Tageszeitung El Pais, habe das ständige Gerede über die Solvenz der Banken im Land, satt. Resultat: Spanien gewährt beim europaweiten Belastbarkeits-Test größtmögliche Transparenz. Insgesamt zieht Spanien 90 Prozent seiner Banken und Sparkassen aus. Alle Sparkassen wurden getestet und die Mehrzahl der Banken, inklusive der Banca March mit einer Aktiva von 12.658 Milliarden Euro. Unter den Kreditinstituten sind unter anderem die Banco Santander, die BBVA, La Caixa, Bankinter, CAM und sämtliche Sparkassenverbände.





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