Weiter bergab, aber langsamer

Gute Aussichten für Käufer, nicht so gute für Verkäufer
Gute Aussichten für Käufer, nicht so gute für Verkäufer: Wenigstens ein Jahr noch werden sich die Preise für Spanienimmobilien weiter nach unten bewegen, wenn nicht sogar länger. Der Markt passt sich weiter an und langfristig könnten die Preise sich nochmals bis 12 Prozent reduzieren. Ein Prozess, der langsam jedoch unaufhaltsam ablaufen wird.
Entgegen anders lautenden Berichten, nach denen sich der Preisverfall auf dem freien Wohnungsmarkt in Spanien dem Ende nähert, redet die Ratingagentur für Kreditwürdigkeit Standard and Poor’s in ihrer Information über Europa-Immobilien im Fall Spanien weiterhin von einem „wackeligen Stand”. Die Agentur erinnert auch daran, dass sich die spanische Wirtschaft in diesem Jahr weiter in einer Rezession befindet und das Bruttoinlandsprodukt PIB um 0,6 Prozent fällt, bevor es im kommenden Jahr um geschätzte 0,8 Prozent wachsen wird.
In den letzten drei Monaten, sind nach offiziellen Angaben von Tinsa, der wichtigsten Taxierungsgesellschaft für Immobilien, die Preise auf dem Wohnungsmarkt um 6,1 Prozent gesunken. Im ersten Vierteljahr, waren es noch 7,8 Prozent. Das Überangebot an Wohnungen werde noch einige Jahre benötigen, bis es abgebaut sei. 2006 habe man 760.000 Wohnungen begonnen zu bauen, mehr als in Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien zusammen. Um das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen rechnet Standard and Poor’s mit einer weiteren Kurskorrektur bei den spanischen Immobilienpreisen Ende des Jahres oder Anfang 2011.