120.000 Wohnungen stehen in Valencia zum Verkauf

Beatriz Corredor brachte diese Woche neue Zahlen zur Immobiliensituation in Spanien auf den Tisch
Der Überschuss leer stehender Wohnungen stieg 2009 weniger als in den Vorjahren, lediglich um 12,1 Prozent. Zuwachsraten von fast 90 Prozent im Jahr 2005 oder 40 in 2006, 51 Prozent in 2007 und 48 Prozent in 2009, als noch im Rekordtempo gebaut wurde, sind endgültig vorbei. Allerdings: 688.000 neue Wohnungen stehen leer. Wohnungsbauministerin Beatriz Corredor brachte diese Woche neue Zahlen zur Immobiliensituation in Spanien auf den Tisch.
Über die Hälfte (61 Prozent) der auf Käufer wartenden Apartments sind Ferienwohnungen in den 17 Küstenregionen des Landes. In Valencia stehen 120.000 Wohnungen zum Verkauf, in Andalusien 114.000 und in Katalonien 107.000. Es handelt sich meist um Zweitwohnsitze. In Madrid dagegen sollen es - trotz Neubausiedlungen, die wegen fehlender Käufer wie tote Viertel wirken - nur 58.000 sein. Im Baskenland warten 13.200 und in Kantabrien 3.900 Wohnungen auf Vermittlung.
Der Bestand an leer stehenden neuen Wohnungen ist für die spanische Wirtschaft zweifelsohne negativ, doch er hat auch seine positiven Seiten: Wer sich jetzt zum Kauf eines Apartments entscheidet, hat drei Vorteile: Er kann aus einem großen Angebot und zu interessanten Preisen auswählen. Tut er dies noch vor dem Juli, spart er an der Mehrwertsteuer. Die IVA wird ab Sommer auf 18 Prozent angehoben. Besonders attraktiv mit all seinen Stränden, kleinen Buchten, dem Berg- und Meerpanorama ist die Costa Blanca in der Provinz Alicante.